Reisen in Zeiten von Corona

 

Liebe Gäste,

 

die Corona-Pandemie beeinflusst auch das Reisen im Winter 2020/2021 stark und bestimmte Maßnahmen und Regeln wie zum Beispiel eine Maskenpflicht am Flughafen und an Bord eines Flugzeuges gelten für Reisende. Wir sind jedoch überzeugt, dass mit der Einhaltung der behördlichen Bestimmungen und den Maßnahmen und Hygieneregeln, die unsere Partner vor Ort getroffen haben, Sie so gut wie möglich geschützt auf Reisen gehen können.

 

Geringe Bevölkerungsdichte, gute Gesundheitsvorsorge in den nordischen Ländern
Unsere Reisen führen in die nordischen Länder abseits der großen Städte. Hier unternehmen Sie abseits der üblichen Touristenpfade Aktivitäten in einer einzigartigen ursprünglichen Natur. Oft können Sie hier stunden- oder gar tagelang in der unberührten Natur unterwegs sein, ohne auf viele Menschen zu treffen. Zugleich bieten die nordischen Länder eine gut ausgebaute Infrastruktur und ein gut ausgebautes Gesundheitssystem, das mit Deutschland vergleichbar ist. Mit der Europäische Krankenversicherungskarte Ihrer deutschen Krankenkasse (European Health Insurance Card) können Sie vor Ort ärztliche Behandlungen und Krankenhausbehandlungen in Anspruch nehmen. Wir empfehlen Ihnen aber in jedem Fall zusätzlich den Abschluss einer Reiseversicherung, dann sind Sie auch im Krankheitsfall vor und während der Reise bestmöglich abgesichert.

 

Reisen in kleiner Gruppe und in der freien Natur
Fast alle unsere Reisen finden in einer kleinen Gruppe mit nur wenigen Teilnehmern und draußen in der unberührten Natur an der frischen Luft statt.
Bei mehrtägigen Hundeschlitten- und Motorschlittentouren beträgt die maximale Teilnehmerzahl in der Regel höchstens 6-8 Teilnehmer, manchmal sogar auch nur 2 oder 4 Teilnehmer. Die maximale Teilnehmerzahl finden Sie in aller Regel in der jeweiligen Reisebeschreibung angegeben. Auf Wunsch sind je nach Partner ggfs. auch private Touren möglich. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.
Bei Tagestouren im Rahmen von Kombi-Winterreisen kann die maximale Teilnehmerzahl manchmal etwas höher liegen, aber auch hier sind es meist jedoch nicht mehr als 12 Teilnehmer, die gemeinsam an einer Aktivität teilnehmen.
Während Sie draußen unterwegs sind, ist es relativ einfach, Abstand zu halten. Wo Übernachtungen in Mehrbettzimmern erfolgen, werden unsere Partner ihr Möglichstes tun, die Teilnehmer so aufzuteilen, dass nur gemeinsam reisende Personen oder möglichst wenige Personen ein Zimmer teilen. Bei den Übernachtungen in Wildnishütten auf mehrtägigen Hundeschlitten-/Motorschlittentouren ist dies allerdings nicht immer möglich. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie dazu genauere Informationen zu einer konkreten Reise wünschen.

 

Bei Buchung einer Pauschalreise sind Sie gut abgesichert
Alle unsere Reisen sind Pauschalreisen im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/2302. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auch in unserem Formblatt Pauschalreise. Wenn Sie eine Pauschalreise buchen, sind Sie auch in Zeiten von Corona gut abgesichert. Sollte Ihre gebuchte Reise aufgrund von Einreisebeschränkungen oder einer Reisewarnung des Auswärtigen Amts nicht stattfinden können, haben Sie einen Anspruch auf vollständige Rückerstattung Ihres Reisepreises. Sollten z.B. aufgrund von behördlichen Einschränkungen Programmänderungen am Reiseablauf notwendig werden und gebuchte Leistungen entfallen, haben Sie Anspruch auf eine entsprechende Minderung und teilweise Rückerstattung Ihren Reisepreises. Als Reiseveranstalter sind wir außerdem dazu verpflichtet, Sie zu Ihrem gebuchten Reiseziel zu transportieren und von Ihrem gebuchten Reiseziel auch wieder nach Hause zu bringen.

 

Hygiene- und Schutzkonzepte vor Ort
Wir stehen im intensiven Austausch mit unseren Partnern vor Ort und in Deutschland. Dazu gehören die Tourismusämter und die Behörden in Deutschland und in den nordischen Ländern. Zusammen mit unseren Partnern vor Ort arbeiten wir an Schutzkonzepten, die die behördlichen Auflagen vor Ort umsetzen und Ihrer Gesundheit und Ihrem Schutz dienen. Sie müssen damit rechnen, dass unsere Partner bestimmte Maßnahmen vor Ort treffen können, die bei Buchung noch nicht galten oder vorhersehbar waren, die aber keine wesentliche Beeinträchtigung der Reise darstellen. Maßnahmen dazu könnten z. B. eine reduzierte maximale Teilnehmerzahl, eine reduzierte Belegung in den Unterkünften, eine reduzierte Anzahl von Gästen in Transportmitteln und/oder angepasste Hygienekonzepte beim Essen oder bei der Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen sein.

 

Ihre Mitwirkung als Reisender
Um die Ausbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich zu verhindern, ist Ihre Mitwirkung als Reisender erforderlich:

  • Bitte halten Sie sich an die vor Ort gültigen Hygieneregeln, die unsere Partner zusammen mit den örtlichen Behörden vor Ort umsetzen.
  • Führen Sie eine bzw. mehrere Mund-Nasen-Bedeckungen/Masken auf Ihrer Reise mit. Im Flughafen und an Bord von Flugzeugen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckungen verpflichtend. Masken sollten jeweils nach maximal 4 Stunden Tragezeit gewechselt werden.
  • Halten Sie, wo immer möglich, einen Mindestabstand zu Mitreisenden von 1,5 bis 2 Metern ein.
  • Bitte treten Sie Ihre Reise nicht an, wenn Sie Symptome einer Erkrankung mit Covid-19 (z.B. Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Geschmacksverlust) haben oder positiv auf Covid-19 getestet wurden. Die meisten Fluggesellschaften und Fährlinien verlangen beim Check-In einen sogenannten Self-Medical-Check, bei dem Sie bestätigen, dass Sie symptomfrei sind, nicht positiv auf Covid-19 getestet wurden und in den letzten 14 Tagen vor Abreise keinen nahen Kontakt zu einer mit Covid-19 erkrankten Person hatten. Wir empfehlen Ihnen daher unbedingt den Abschluss einer Reiseversicherung, dann sind Sie im Falle einer Erkrankung abgesichert.
  • Sollten Sie sich vor Ort krank fühlen oder Symptome einer Erkrankung mit Covid-19 haben, wenden Sie sich bitte umgehend an unseren Partner vor Ort/Ihren Guide.
  • Unsere Partner halten vor Ort Seife und Desinfektionsmittel bereit, vor allem in Bad, Toiletten etc. Wir empfehlen Ihnen aber, Desinfektionsmittel und/oder Seife auch in Ihrem Gepäck für den eventuellen zusätzlichen Eigenbedarf mitzuführen.

 

Aktuelle Reisebestimmungen in die nordischen Länder

Reisewarnungen des deutschen Auswärtigen Amtes: Deutschland hat die generelle Reisewarnung für Reisen aufgehoben und durch gezielte Reisewarnungen für einzelne Länder und Regionen ersetzt. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist eng mit der Einstufung eines Reiseziels als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut (RKI) verbunden. Das RKI stuft Regionen und Länder in der Regel dann als Risikogebiet ein, wenn der in Deutschland gültige Schwellenwert von kumuliert mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten wird. Derzeit werden in den nordischen Ländern folgende Länder und Regionen als Risikogebiete durch das RKI eingestuft:

  • Finnland: In Finnland gelten aktuell folgende Provinzen/Regionen als Risikogebiete: Region Uusimaa (Großraum Helsinki), Region Varsinais-Suomi (Turku und Umgebung), Region Satakunta (Westfinnland), die Region Österbotten (Vaasa) und Åland (Ålandsinseln).
  • Island: Island gilt aktuell nicht als Risikogebiet.
  • Norwegen: In Norwegen gelten aktuell ausschließlich folgende Provinzen/Regionen als Risikogebiete: Agder, Oslo und Viken.
  • Schweden: Ganz Schweden gilt aktuell als Hochinzidenzgebiet
 

Entsprechend gibt es aktuell eine Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes für Reisen in die oben genannten Länder bzw. Regionen. Island und die übrigen Regionen in Norwegen und Finnland können aktuell aus Sicht des deutschen Auswärtigen Amtes von Reisenden ohne Warnung bereist werden. Auch eine Durchreise durch ein Risikogebiet (z.B. ein Umstieg auf dem Flughafen in Stockholm) ist von den deutschen Behörden erlaubt, ohne dass eine Quarantäne bei Wiedereinreise nach Deutschland erforderlich wird. Für einzelne nordische Länder können jedoch Einreisebeschränkungen bestehen (siehe unten), auch wenn keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht.

 

Einreise nach Deutschland aus einem Risikogebiet:

Seit dem 8. November 2020 gilt die neue Quarantäne-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Es gilt bei einer Reiserückkehr nach Deutschland aus einem Risikogebiet eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne. Fällt ein (kostenpflichtiger) Corona-Test nach dem 5. Quarantäne-Tag negativ aus, kann diese vorzeitig beendet werden. Außerdem sind Reiserückkehrer verpflichtet, sich über das digitale Einreiseanmeldungs-Portal zu registrieren. Die Durchreise durch ein Risikogebiet ist von den deutschen Behörden erlaubt, ohne dass eine Quarantäne bei Wiedereinreise nach Deutschland erforderlich wird.

Seit dem 14.01.2021 gilt gemäß der neuen Einreiseverordnung außerdem zusätzlich zu der oben genannten Quarantäne-Verordnung eine Testpflicht bei Einreise nach Deutschland aus Risikogebieten. Die Testkosten müssen dabei selbst getragen werden. Es wird dabei unterschieden zwischen Risikogebieten und Hochrisikogebieten.

Risikogebiet: Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen spätestens 48 Stunden nach Einreise über ein negatives Testergebnis oder ein entsprechendes ärztliches Zeugnis verfügen. Dieses müssen sie dem zuständigen Gesundheitsamt auf Anforderung vorlegen.

Hochrisikogebiet: Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen bereits vor der Einreise – gegebenenfalls gegenüber dem Beförderungsunternehmen – nachweisen können, dass keine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dieser Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden. Zum Zeitpunkt der Einreise (Landung auf einem deutschen Flughafen) darf das Testergebnis (Probenentnahme) nicht älter als 48 Stunden sein. Es werden Ergebnisse von PCR-, LAMP- und Antigen-Tests akzeptiert. Bei den Hochrisikogebieten wird wiederum unterschieden zwischen Hochinzidenzgebieten und Virus-Varianten-Gebieten:

  • Hochinzidenzgebiete sind Gebiete mit einer Inzidenz, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber mehr als kumuliert 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen beträgt.
  • Virus-Varianten-Gebiete sind Gebiete, in denen Mutationen des Virus aufgetreten sind.  Für Virus-Varianten-Gebiete gelten gegebenenfalls noch strengere Einreisebestimmungen oder Einreiseverbote.

Derzeit werden vom Robert-Koch-Institut folgende nordischen Länder und Regionen als Hochrisikogebiet eingestuft:

  • Hochinzidenzgebiet: ganz Schweden gilt aktuell als Hochinzidenzgebiet
  • Virus-Varianten-Gebiet: keine nordischen Länder betroffen.

Für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung sind die einzelnen Bundesländer verantwortlich. Es kann daher zwischen den einzelnen Bundesländern leichte Abweichungen bei den Bestimmungen geben. Einen genauen Überblick, was für Ihren Wohnort genau gilt, finden Sie in den jeweiligen gültigen Quarantäne-Verordnungen der Bundesländer:

Anmerkung für Nordrhein-Westfalen: Das Oberverwaltungsgericht Münster hat in einem Urteil vom 20.11.2020 (Aktenzeichen 13 B 1770/20.NE) die Quarantänepflicht für Nordrhein-Westfalen ausgesetzt, wenn am besuchten Reiseziel die Infektionszahlen niedriger oder vergleichbar sind mit denen am Wohnort in Deutschland. Für Reisende mit Wohnort in Nordrhein-Westfalen entfällt daher aktuell gemäß Landeseinreiseverordnung die Quarantänepflicht nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet. Nach einem Aufenthalt in einem Virus-Varianten-Gebiet gilt allerdings auch in Nordrhein-Westfalen eine Quarantänepflicht.

 

Reisewarnungen des Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA):

Von den Schweizer Behörden (EDA) wird aktuell von den nordischen Ländern nur Schweden (gültig für Rückreisen aus Schweden in die Schweiz ab dem 28.12.2020) als Risikogebiet (Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko) ausgewiesen. Entsprechend wird seit dem 21.12.2020 vor Reisen nach Schweden mit Rückreise ab dem 28.12.2020 gewarnt. Für einzelne nordische Länder können außerdem Einreisebeschränkungen bestehen (siehe unten).
Ob in einem Staat oder Gebiet ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht, hängt von den Neuansteckungen pro 100.000 Personen in den letzten 14 Tagen ab. Wenn diese Inzidenz eines Landes um mindestens 60 höher ist als die Inzidenz in der Schweiz, wird dieses Land von den Schweizer Behörden als Risikogebiet ausgewiesen. Personen, die sich innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise in die Schweiz in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben, müssen in eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne. Eine Durchreise und ein Aufenthalt bis zu max. 24 Stunden in einem Risikogebiet ist von den Schweizer Behörden erlaubt, ohne dass eine Quarantäne bei Wiedereinreise in die Schweiz erforderlich wird.

 

Finnland:

Finnland ist von COVID-19 derzeit weniger betroffen. Regionale Schwerpunkte sind die Region Uusimaa mit dem Großraum Helsinki, Region Varsinais-Suomi (Turku und Umgebung), Region Satakunta (Westfinnland), die Region Österbotten (Vaasa) und Åland (Ålandsinseln).

Finnland hat seine in der Corona-Krise erlassenen Reisebeschränkungen zum 13. Juli für eine Reihe von europäischen Ländern grundsätzlich wieder aufgehoben. Die Möglichkeit zur Einreise hängt vom aktuellen Infektionsgeschehen im jeweiligen Land ab. Seit dem 19. September sind Reisen nach Finnland ohne Einschränkungen aus Ländern möglich, die innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode maximale 25 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnet haben. Dieser Wert soll alle 14 Tage geprüft werden. Dieser Wert wird aktuell jedoch von Deutschland, der Schweiz und Österreich überschritten, so dass touristische Reisen nach Finnland aus diesen Ländern aktuell nicht möglich sind.
Die derzeit gültigen Einreisebeschränkungen wurden vorerst bis zum 17.04.2021 verlängert. Eine derzeit geplante Regelung für touristische Einreisen aus Risikogebieten (mehr als 25 Neuinfektionen pro 100.000 innerhalb von 14 Tagen) sieht vor, dass eine Einreise aus Ländern, in denen der Grenzwert von 25 Neuinfektionen überschritten ist, möglich sein soll, wenn bei Einreise nach Finnland ein negativer Corona-Test vorgelegt wird, der nicht älter als 72 Stunden ist. Bei Ankunft in Finnland muss erneut ein Test durchgeführt werden. Nach Erhalt eines negativen COVID-19-Ergebnisses für diesen zweiten Test darf man sich im Land frei bewegen und aufhalten. Wenn die Reise nach Finnland weniger als 72 Stunden dauert, ist kein zweiter Test erforderlich.

In Finnland besteht ein Versammlungsverbot für Gruppen von mehr als 50 Personen. Gastronomiebetriebe dürfen ab 24 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und um 1 Uhr schließen. Restaurants müssen Ihren Gästen die Möglichkeit bieten, sich beim Betreten des Restaurants die Hände zu waschen bzw. die Hände zu desinfizieren. Gäste mit Krankheitssymptomen dürfen Restaurants nicht betreten.

Es bestehen außerdem regional unterschiedliche Regelungen und Beschränkungen bei den Öffnungszeiten der Gastronomiebetriebe, den Ausschankzeiten für Alkohol und der Anzahl der Plätze, die in Restaurants besetzt werden dürfen.
Auch für die Obergrenze der Anzahl von Personen für Versammlungen können regional abweichende Regelungen und Beschränkungen bestehen.

Bis zum 28. März 2021 sind in einigen Regionen Restaurants vollständig geschlossen, ausgenommen sind Take-Away-Dienstleistungen.

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht in Finnland nur in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die finnischen Behörden empfehlen jedoch, auch in allen Geschäften, Einkaufszentren und öffentlichen Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die finnischen Behörden empfehlen außerdem, physischen Kontakt zu vermeiden, auf Händeschütteln zu verzichten und ein bis zwei Meter Abstand zu halten. Ansonsten gelten die üblichen Hygieneregeln.

 

Island:

Island ist von Covid-19 aktuell weniger betroffen. Aktuell gibt es in Island nur recht wenige Covid-19-Fälle und der aktuelle Inzidenzwert liegt unter dem deutschen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Das Auswärtige Amt hat daher die Reisewarnung für Reisen nach Island aufgehoben.

Island selbst stuft jedoch alle Länder derzeit als Hochrisikogebiete eingestuft. Damit verbunden sind Einschränkungen bei der Einreise: Reisende müssen vor der Abreise nach Island jedoch ein Registrierungsformular ausfüllen, das u.a. Kontaktdaten, Flug- und Aufenthaltsdaten sowie Informationen zum Gesundheitszustand und zu Voraufenthalten abfragt. Reisende aus Hochrisikogebieten (derzeit alle Länder) müssen bei Einreise einen COVID-19-Test durchführen lassen, wenn Sie nicht in eine 14-tägige Quarantäne möchten. Der Test ist kostenpflichtig: 9.000,- ISK (etwa 58,- Euro) bei Zahlung vor Einreise im Zusammenhang mit dem o.g. Registrierungsformular und 11.000,- ISK (etwa 70,- Euro), bei Zahlung nach Einreise. Nur Kartenzahlung wird akzeptiert, Barzahlung ist nicht möglich. Kinder, die im Jahr 2005 oder später geboren wurden, sind von den Tests ausgenommen. Nach der Einreise müssen sich alle Reisenden für 5-6 Tage in Quarantäne begeben und sich dann einem zweiten (kostenfreien) COVID-19-Test unterziehen. Erst nach Erhalt eines negativen Testergebnisses darf die Quarantäne beendet werden, im Falle eines positiven Testergebnisses wird eine Isolation angeordnet.

Im Fall eines positiven Testergebnisses werden Reisende in eine Quarantäne-Unterkunft für 14 Tage gebracht. Die Kosten für die Unterbringung übernimmt der isländische Staat.

Von Test und Quarantäne befreit sind Reisende, die nachweislich von einer COVID-19-Infektion genesen sind. Die isländische Gesundheitsbehörde informiert über die Anforderungen an das bei der Einreise vorzulegende Zertifikat aus EU/EWR-Ländern, dessen Anerkennung von der abschließenden Entscheidung der isländischen Grenzbehörde abhängt.

Auch der Nachweis einer Impfung gegen COVID-19 befreit von Test und Quarantäne. Die isländische Gesundheitsbehörde informiert über die Anforderungen an den bei der Einreise vorzulegenden Impfnachweis.

Icelandair bietet eine Garantie für eine kostenlose Umbuchung auf einen späteren Rückflugtermin bei Quarantäne: Icelandair bietet seinen Passagieren, die bei ihrer Ankunft in Island möglicherweise positiv auf COVID-19 getestet wurden, zusätzliche Sicherheit. Alle Icelandair Passagiere können kostenlos für ihre Heimreise umbuchen, wenn ihr COVID-19-Test am Flughafen Keflavik ein positives Ergebnis liefert und nachdem sie die obligatorische Selbstisolierungsfrist abgeleistet haben.

Geschäftsbedingungen:

  • Nur Passagiere, die ein Hin- und Rückflugticket mit Icelandair besitzen, sind berechtigt.
  • Der COVID-19-Test muss von den isländischen Gesundheitsbehörden durchgeführt werden.
  • Der Passagier muss Icelandair eine von den isländischen Gesundheitsbehörden ausgestellte Bescheinigung über die COVID-19-Testergebnisse vorlegen.
  • Bei Gruppenbuchungen mit mehr als 9 Passagieren können nur Passagiere, bei denen COVID-19 diagnostiziert wurde, und ihre unmittelbaren Familienmitglieder (Kinder, Eltern, Partner) von der kostenlosen Umbuchungsrichtlinie Gebrauch machen und keine anderen Passagiere.
  • Eine Tarifaufzahlung kann fällig werden, sollte der ursprünglich gebuchte Tarif nicht verfügbar sein.

Nach dem zweiten negativen Test können sich Touristen frei und ohne Einschränkungen im Land bewegen. Hotels, Gaststätten und touristische Einrichtungen sind grundsätzlich geöffnet, es kann jedoch zu einer Verkürzung der Öffnungszeiten, einer Begrenzung der Anzahl der Gäste oder zeitweisen Schließungen kommen. Versammlungen sind derzeit auf 50 Personen beschränkt. Es gilt die Einhaltung einer Abstandsregel von zwei Metern. Eine Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung) besteht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und überall dort, wo die Abstandregel nicht eingehalten werden kann.

 

Norwegen:

Norwegen ist von COVID-19 weniger betroffen. Aktueller regionaler Schwerpunkt sind die Regionen Agder, Oslo und Viken.

Norwegen hat seine Grenzen bis auf weiteres für touristische Reisen geschlossen. Die Einreise ist nur noch für Reisende möglich, die einen festen Wohnsitz in Norwegen nachweisen können. Mit Wirkung vom 17. März 2021 gilt bei der Einreise bzw. Rückkehr nach Norwegen die Pflicht zur Quarantäne in einem designierten Quarantänehotel, es sei denn, der Auslandsaufenthalt war dringend notwendig. Das Quarantänehotel darf erst mit negativem COVID-19-Test verlassen werden, allerdings frühestens am dritten Tag. Informationen über die Erforderlichkeit von Negativtests und Quarantäneregelungen für Reisende, die unter Ausnahmen fallen, bieten die norwegischen Behörden.

Reisen im Inland sollen nur dann unternommen werden, wenn sie unvermeidlich sind. Auf touristische Reisen soll verzichtet werden. Die Beschränkungen in den jeweiligen Gemeinden unterscheiden sich in Art und Umfang, nähere Informationen bietet die norwegische Regierung. Es gilt landesweit die Empfehlung, soziale Kontakte so stark wie möglich einzuschränken. Zudem gelten Teilnehmerbegrenzungen bei Veranstaltungen und die dringende Empfehlung, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. In Oslo sind alle Restaurants und Läden, mit Ausnahme von lebensnotwendigen Geschäften (Apotheken, Lebensmittelläden, Tankstellen) geschlossen. Es gilt ein Verbot für alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, auch privater Natur. Weitergehende Informationen bietet die Stadt Oslo.

In Norwegen gelten Abstands- und Hygieneregeln.

In den jeweiligen Kommunen können unterschiedliche, von den nationalen Maßnahmen abweichende Hygieneregeln gelten, die fortlaufend angepasst werden und auf der Internetseite der jeweiligen Gemeinde zu finden sind.

In Oslo gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr, wenn ein Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Einzelheiten veröffentlicht die Stadt Oslo.

Außerdem wird dringend geraten, Hand- und Hustenhygiene strikt zu befolgen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

 

Schweden:

Schweden hat seine Grenzen aufgrund der Corona-Pandemie nie geschlossen. Staatsangehörige der EU und der Schweiz können Schweden grundsätzlich bereisen. Alle Grenzübergänge sind geöffnet. Schweden hat zu Beginn der Pandemie weniger strenge Einschränkungen getroffen, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. Schweden war darum stärker als die nordischen Nachbarländer von Covid-19 betroffen. Nach zwischenzeitlicher Stabilisierung auf niedrigerem Niveau, steigt die Zahl der Neuinfektionen auch in Schweden wieder deutlich an. Regionale Schwerpunkte liegen derzeit vor allem im Großraum Stockholm und entlang der Westküste. Aber auch in anderen Landesteilen gibt es derzeit regionale Hot Spots, die aber die Zahl der Neuinfektionen insgesamt ansteigen lassen. In allen Provinzen (län) überschreitet die Zahl der Neuinfektionen darum nun 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, im landesweiten Durchschnitt liegt die Zahl deutlich darüber, weshalb ganz Schweden nun von den deutschen Behörden als Hochinzidenzgebiet eingestuft wurde.

Seit dem 6. Februar 2021 muss bei Einreise ein negatives COVID-19-Testergebnis vorgelegt werden. Zwischen der Probenabnahme und dem Grenzübertritt dürfen höchstens 48 Stunden liegen. Die Überschreitung des 48-Stunden-Zeitraums kann zur Zurückweisung an der Grenze führen. Es werden Ergebnisse von PCR-, LAMP- und Antigen-Tests akzeptiert. Das Testzertifikat muss folgende Informationen enthalten: Name der getesteten Person, Zeitpunkt der Probenabnahme, Art des Testes (PCR-, LAMP- oder Antigen-Test), Testergebnis, Aussteller des Zertifikats. Zertifikate werden nur in englischer, schwedischer, norwegischer oder dänischer Sprache akzeptiert (s.a. Behörde für öffentliche Gesundheit Folkhälsomyndigheten – in englischer Sprache).

In Schweden gibt es keine Ausgangssperren oder Reisebeschränkungen. Symptomfreie Personen dürfen sich frei im Land bewegen. Unnötige Reisen sollen jedoch möglichst vermieden werden. Öffentliche Versammlungen und Events sind auf max. acht Personen begrenzt. Das gilt auch für Zuschauer bei Sportveranstaltungen und für Gottesdienste. Die Zivilschutzbehörde bietet landesspezifische Informationen in Englisch und weiteren Sprachen an. Öffentliche Verkehrsmittel sind im Einsatz, sollen aber nach Aussage des schwedischen Gesundheitsamts insbesondere in Stoßzeiten denjenigen vorbehalten bleiben, die über keine alternative Transportmöglichkeit verfügen. Einige Provinzen raten auch grundsätzlich von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Mit Wirkung vom 14. Februar 2021 wird zudem die maximale Anzahl der Passagiere in Bussen und Zügen auf Reisen mit einer Entfernung von über 150 Kilometern innerhalb Schwedens auf die Hälfte der Sitzplätze begrenzt. Die Maßnahme gilt nicht rückwirkend, so dass bereits gebuchte Fahrten wie geplant stattfinden können, auch wenn dadurch die maximale Passagierzahl überschritten wird. Für den öffentlichen Nahverkehr gelten die jeweiligen kommunalen Regelungen.

In Schweden gelten verbindliche Abstandsvorkehrungen im öffentlichen Raum, z.B. in Restaurants. Einige Freizeitparks und Museen sind eventuell geschlossen. Hotel- und Campinggewerbe sowie Berghütten sind grundsätzlich geöffnet, ggfs. aber mit Einschränkungen. Landesweit gilt ein Ausschankverbot ab 20 Uhr, was nach schwedischem Recht dazu führt, dass ab 20.30 Uhr Betriebe mit Alkoholausschank schließen müssen.

Derzeit gelten für alle Regionen außerdem verschärfte Empfehlungen: Aufenthalte in geschlossenen Räumen (wie Geschäften, Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken, Schwimmbädern und Fitnessstudios) sollen vermieden werden und auf zwingend notwendige Einkaufsgänge in Supermärkten und Apotheken beschränkt bleiben. Private Feiern und Feste sollen zur Vermeidung von physischen Kontakten nicht stattfinden. Notwendige Arztbesuche/medizinische Untersuchungen sind von den Empfehlungen ausgenommen.

In Schweden gibt es keine generelle Masken- oder Handschuhpflicht, die Bevölkerung wird jedoch um Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gebeten, besonders auch auf Reisen. Im öffentlichen Nahverkehr ist zu Hauptverkehrszeiten, ein Mund- und Nasenschutz empfohlen. Einige unserer lokalen Partner vor Ort haben z.B. auf den Transfers eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes eingeführt.
Menschenansammlungen sollen generell gemieden werden. Bei Erkältungssymptomen soll man sich bis zwei Tage nach Abklingen selbst isolieren und durch die nächstgelegene Gesundheitszentrale (vård central) oder die medizinische Auskunft 1177 telefonisch betreuen lassen.

 

Hinweis: Die aktuellen Reisebestimmungen können sich ggfs. nach wie vor schnell ändern. Wir bemühen uns, diese Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Wir bitten Sie jedoch, sich auch selbst auf der Webseite des Auswärtigen Amtes (für Reisende aus Deutschland) bzw. der Webseite der EDA (für Reisende aus der Schweiz) über die aktuellen Reisebestimmungen und Reisehinweise für Ihr Reiseziel zu informieren.

Bei allen unseren Reisen können Sie sich im Notfall auf ein geschultes und erfahrenes Krisenmanagement und die Unterstützung durch uns als Ihr Reiseveranstalter verlassen. Bei ungewöhnlichen Umständen während der Reise (z. B. Verhinderung der Einreise, Störung des Programmablaufs) kümmern wir uns gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort um die Abwicklung und Ihre Rückbeförderung.

Bei weiteren Fragen rund um das Reisen in Corona-Zeiten stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 02761-9418840 oder per Email unter info@nordnatur-reisen.de zur Verfügung.

Herzlichst,
Ihr NordNatur Reisen Team

Stand: 15.03.2021